Die Geschichte des Kitzsteinhorn

Das erste Gletscherskigebiet Österreichs wird erschlossen

In den Jahren von 1963 - 1965 wurde das 3203 Meter hohe Kitzsteinhorn als erstes Gletscherskigebiet in Österreich erschlossen und stetig immer weiter ausgebaut und modernisiert.

In den 50er Jahren wurde das Skifahren immer populärer und langsam zum Massensport. So wurden zahlreiche Skigebiete eröffnet und Pisten präpariert. Diese steigende Begeisterung für den Skisport fand auch in der Gemeinde Kaprun anklang und so wurde 1963 die Gletscherbahnen Kaprun AG gegründet. Ziel war es das erste Gletscherskigebiet Österreichs zu erschließen, das 3203 hohe Kitzsteinhorn. Mit diesem Vorhaben gelang eine ware Pionierleistung.

Der Bau der ersten Gletscherbahn Kaprun 1

Für den Bau der Gletscherbahn Kaprun 1 die in drei Abschnitte unterteilt war, nahmen die Bauarbeiter harte Bedingungen in Kauf. So trotzten Sie der Kälte bis minus 19 Grad und verbrachten ihre Nächte und Unwettertage in Biwakschachteln die nur provisorisch beheizt waren.

1965 konnten dann die ersten beiden Abschnitte der Großkabinen-Pendel-Luftseilbahn in Betrieb genommen werden. Im Herbst 1966 wurde dann die komplette Anlage fertig gestellt und man konnte nun auf 3.029 Meter hinauf fahren.

Die Pendelbahn konnte je 35 Personen transportieren und hatte eine Gesamtlänge von 6,2 km mit nur acht Liftstützen. Eine von ihnen ist auch heute noch die höchste Seilbahnstütze der Welt mit 113,6 Metern.

Die Gletscherbahn Kaprun 2

1974 wurde die erste alpine U-Bahn der Welt nach zweinhalbjähriger Bauzeit eröffnet. Sie hatte eine länge von 3900 Metern, wobei 3300 Meter im Tunnel lagen.

1994 wurde die Gletscherbahn modernisiert und die beiden Züge ausgetauscht. Sie trugen den Namen Gletscherdrachen und Kitzsteingams. Jeder Zug konnte 180 Passagiere in ungefähr achteinhalb Minuten bis ins Alpincenter auf 2450 Metern bringen.

Am 11. November 2000 ereignete sich in dieser Bahn die tragische Brandkatastrophe wobei 155 Menschen ihr leben verloren. Der Tunnel wurde daraufhin renoviert und für immer verschlossen. Am 11. November 2004 wurde eine Gedenkstätte gegenüber der Talstation der Gletscherbahnen errichtet.

Ein Stück Geschichte endet

1990 wurde der zweite Abschnitt der Gletscherbahn Kaprun 1 von dem heutigen 4er Sessellift Langwiedbahn abgelöst. Und gleich ein Jahr später 1991 wurde der erste Abschnitt durch die heutige Panoramabahn, eine 8er-Kabinen-Umlaufbahn abgelöst. So endete ein Stück Geschichte auf dem Kitzsteinhorn.

Es wurde immer weiter der Komfort verbessert und 1995 wurden die Kitzschlepplifte im Gletscherbereich errichtet.

Seit 1999 werden auch am Kitzsteinhorn Schneekanonen eingesetzt. Die Schneeanlagen sorgen vom Langwiedboden bis zum Gletscherrand für schneesichere Pisten.

2001 und 2002 wurden die Gletscherjet 1 und 2 erbaut die die Langwiedbahn und die Panoramabahn unterstützen sollen. Momentan werden die Gletscherjet 3 und 4 errichtet, die Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant.

Modern und Umweltbewusst

Das Kitzsteinhorn ist von Beginn an Vorreiter. So wurde die erste Kamera für Livebilder aus einem Skigebiet im November 1983 am Gletscher erprobt. Heute gibt es vier solcher Kameras die den Wintersportler mit aktuellen Livebildern versorgen.

Auch das Thema Umwelt- und Naturschutz wurde schon immer großgeschrieben. So wird bei jeder Baumaßnahme auch ein ökologischer Spezialist zu Rate gezogen um die Natur zu schonen und Ressourcen ideal zu nutzen.

Das Kitzsteinhorn wurde und wird stetig modernisiert und mit neuester Seilbahntechnik ausgestattet, immer mit dem Blick auf den Umwelt Aspekt und den Naturschutz. So ist das Kitzsteinhorn in seiner Beliebtheit von Beginn an stetig gestiegen.